2 in mir (koreanisch)

2 in me movie poster

Inhalt

Der Hauptdarsteller erlebt bei der eigenen Geburtstagsfeier den Betrug seiner Freundin mit seinem besten Freund im Badezimmer. Beide wissen nicht, dass er sie beobachtet hat. Er folgt seinem lügenden Freund in die Nacht hinaus, es kommt zur Aussprache, die in einer Schlägerei endet. Er lässt seinen Freund liegen, doch kehrt er, nun ausgenüchtert, mit schlechtem Gewissen zurück. Entsetzt stellt er fest, dass er seinen Freund tödlich verletzt hat. Ohne Erinnerungen und in Panik vor der Polizei  flüchtet er übereilt ins chinesische Exil. Jahre später beschließt er, nach Korea zurück zu kehren. Er sucht  seine (Ex-) Freundin auf und erfährt, dass sie ihn als Vermisst gemeldet – und aufgegeben haben. Auf die Frage, ob die Polizei fahndet, erfährt er, dass die Nacht in Wahrheit ganz anders verlaufen ist. Sein Leben, seine Zukunft, seine Wünsche und Hoffnungen liegen in Trümmern vor ihm. Dies führt zu einer letzten, drastischen Verzweiflungstat.

Schwerpunkte
Tonschnitt..
Tongestaltung 5.1..
Mischung Kino 5.1..
jae ung korea
Der Regisseur mit seiner Freundin bei meinem Besuch, Incheon/ Korea
Kommentar

Der Film  wurde in Korea komplett abgedreht. Zahlreiche Besuche koreanischer Produktionen während der Berlinale Filmfestspiele weckten in mir eine ungeheure Faszination für dieses eigenwillige koreanische Kino – 2 in mir steht in einer Linie mit dieser Art durch seine unkonventionellen Erzählung, ausgeprägten Emotionen mit Hang zum Weinerlichen der männlichen Darsteller, unvorhersehbaren Handlung und einer drastischen Gewalt. Die schauspielerische Leistung ist gelungen. Ich wollte sehr viel mit meinen bis dato gemachten Erfahrungen experimentieren, was Atmosphäreneinsatz mit dramaturgischen Elementen betrifft, was im Mischatelier alles möglich ist. Daher nahm ich das Projekt an. Ich genoss viele Freiheiten bei der Postproduktion, da der Regisseur – ursprünglich darstellender Künstler – recht wenig Kenntnisse von der Postproduktion besaß und mich schätzte und vertraute. Sehr viele Verbesserungs- und Änderungsvorschläge von mir wurden im Bildschnitt und beim Untertiteln umgesetzt, wodurch ich die Story im Nachhinein etwas mehr an westliche Gewohnheiten anpassen konnte. Viele schöne Tonideen wie das regelmäßig benutzte, sich wiederholende Wassertröpfeln in versch. Umgebungen mit versch. Filtern/Effekten verbinden die Aneinanderreihung zeitlich verschiedener Erzählstufen des Films.
Andere Länder, Sitten: Während sich hierzulande der/die Regisseur*in um eine Festivalauswertung kümmert, geschieht dies in Südkorea einzig durch den Produzenten. Trotz meiner hartnäckigen Ermunterungen, selbst den Film bei Festivals einzureichen, hat dies Jae-Ung bis heute leider nie getan. Für einige meiner Freunde bis heute ein äußerst gelungener Film!

2inmir team
Premiere in Berlin: (von r. nach l.) Chang-Yun Yoo (Musik vom Asian Art Ensemble Berlin), ich (Tongestaltung/Mischung), Jae-Ung Kim (Regie/Drehbuch), Moritz von Essen (Schnitt), unbekannt (Fan)